Frauen in der Unternehmens-Beratung

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18.

Januar

2019

Frauen in der Unternehmens-Beratung

18. Januar 2019 | #Serie | M. Ilonidou

Teil 3: Geballte Frauenpower ...

... sammelt sich in der zweiten Etage der ISI, seitdem die neue Kollegin „eingezogen“ ist.

An ihrem ersten Tag konnte ich mich nicht zurückhalten. Nach der Begrüßung und einer kurzen Einführung in die ISI-Unternehmenskultur stellte ich ihr die typischen Fragen: „Was hast du studiert? Wie bist du eigentlich auf die Beratung gekommen? War es schon immer dein Wunsch, beratend tätig zu werden?“
Ich bekam die typische, aber auch erhoffte Antwort: „Ich bin flexibel und brauche viel Abwechslung im Job. Langeweile mag ich nicht und schon gar nicht 8 Stunden im Büro sitzen und auf den Bildschirm starren.“
„Das mag ich auch nicht“, denke ich laut und lächle.

Wenn es anscheinend auch anderen Frauen geht wie mir, stellt sich die Frage, wieso die Anzahl von Frauen in der Unternehmensberatung im Vergleich zu anderen Branchen noch immer nicht stärker gestiegen ist?

Vor ziemlich genau drei Jahren trat das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ in Kraft. Seit dem 1. Januar 2016 gilt also eine Frauenquote von 30 Prozent für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten in börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen.
Laut faz.net ist letztes Jahr – mit der Wahl von drei Frauen in den Aufsichtsrat des Softwarekonzerns SAP – die gesetzlich geforderte Frauenquote von 30 Prozent erstmals im Dax erreicht worden. Gemäß statista.com lag in 2017 der Anteil der Frauen in Führungspositionen in Deutschland bei 29,4 Prozent, im EU-Vergleich landete Deutschland jedoch nur im unteren Drittel auf Rang 20. Lettland hingegen war mit 46,3 Prozent europäischer Spitzenreiter. Das Schlusslicht der EU bildete Luxemburg mit einem Frauenanteil von nur 19 Prozent in Chefsesseln.

Im Hinblick auf die Beratungsbranche liegt der geringe Frauenanteil meiner Ansicht nach nicht daran, dass die Beratungen vor Frauen zurückschrecken, sondern die Frauen vor der Beratung. Meiner Meinung nach fehlt es in dieser Branche noch immer an weiblichen Vorbildern, an denen sich Junior Consultants orientieren können. Weibliche Junior Consultants brauchen auch mal Mentorinnen, die ihnen zeigen, wie man vom Consultant zum Senior Consultant oder zum Partner aufsteigen und dabei gleichzeitig Familie und Freizeit haben kann.

Die ISI ist sich den Vorteilen weiblicher Consultants jedenfalls bewusst, zumal am 02.01.2019 eine 100%ige Frauenquote festgestellt werden konnte. Ob sich die männlichen Kollegen noch von den Strapazen des Jahreswechsels erholen mussten...?

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„Wofür steht eigentlich ISI?“ (1/3)

... werden wir immer wieder gefragt.

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